Aktuelles / News

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Experteninterview mit Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren zum Thema „Nebenschilddrüse“

Erkrankungen der Nebenschilddrüsen

BILD Interview mit Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren: Müde, depressiv? Die Schilddrüse kann schuld sein!

Müde, depressiv? Die Schilddrüse kann schuld sein!

Aktueller medizinischer Fachaufsatz von Prof. Dr. med. Hans Udo  Zieren zum Thema „Hashimoto-Thyreoiditis – Diagnostik und Therapie

Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren „Hashimoto-Thyreoiditis – Diagnostik und Therapie 2021

Herzlichen Glückwunsch Prof. Dr. Hans Udo Zieren

Der Gründer des Deutschen Schilddrüsenzentrums, Herr Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren erhielt für seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten rund um das Thema Schilddrüse von der Stiftung Gesundheit die Auszeichnung „Dr. Pro Bono – Ärzte für den guten Zweck“ verliehen. Das Team des Deutschen Schilddrüsenzentrums gratuliert sehr herzlich und wünscht Herrn Prof. Zieren noch viel kreative Schaffenskraft für das gemeinsame Projekt.

Weitere Informationen über Prof. Dr. Udo Zieren finden Sie hier.

Wie sicher ist eine Corona-Impfung bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse?

Uns erreichen viele Anfragen zum Thema Impfschutz bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Und zwar gibt es hierzu eine aktuelle Untersuchung aus der Uniklinik Erlangen, bei der festgestellt wurde, dass nach einer Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Corona-Impfstoff bei etwa 1 von 10 Patienten mit einer Autoimmunerkrankung keine ausreichenden Antikörper gebildet wurden, bei einer Vergleichsgruppe ohne Autoimmunerkrankungen lag dieser Anteil nur bei 1 von 100. Bei der untersuchten Gruppe mit Autoimmunerkrankungen verschiedener Arten (z.B. Spondylarthritis, rheumatoide Arthritis, Darmentzündungen etc.) waren allerdings keine Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Das sind an der Schilddrüse vor allem die Hashimoto-Thyreoiditis und der M. Basedow. Insofern muss man diesbezüglich die Ergebnisse hoffentlich bald vorliegender weitere Untersuchungen abwarten.

Schilddrüsenkrank und Corona-Impfung?

Nach bisherigem Wissensstand wird eine Corona-Impfung mit den bislang in Deutschland zugelassenen Impfstoffen grundsätzlich auch für Patienten mit einer Schilddrüsenerkrankung empfohlen. Das gilt prinzipiell sowohl für Patienten mit einer Autoimmunerkrankung (z.B. Hashimoto, Basedow), als auch für solche mit Schilddrüsenkrebs. Bestehen ausgeprägte und schlecht eingestellte Funktionsstörungen (Hyperthyreose, Hypothyreose), erfolgt aktuell eine Immuntherapie z.B. mit Cortison oder eine Radiojodtherapie, oder liegen schwerwiegende Begleiterkrankungen vor, sollte das im Einzelfall günstigste Vorgehen und der beste Impfzeitpunkt individuell mit dem Impfarzt abgeklärt werden. Eine Schilddrüsenerkrankung an sich hat keinen Einfluss auf die Impfreihenfolge.

Was muss ich als Schilddrüsenpatient in der Covid-19-Pandemie beachten?

Es gibt bislang keine verbindlichen und abschließenden Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien zu den tatsächlichen Auswirkungen der verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen auf eine mögliche Corona-Infektion und umgekehrt. Nach derzeitigem Wissensstand ist davon auszugehen, dass eine Schilddrüsenerkrankung für sich allein weder das Ansteckungsrisiko erhöht, noch den Verlauf einer Corona-Infektion verschlechtert. Das gilt prinzipiell auch für Patienten, die Schilddrüsenmedikamente einnehmen, sich einer Operation oder Radiojodtherapie unterziehen bzw. unterzogen haben, oder die unter einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leiden. Insofern gehören Patienten mit einer Schilddrüsenerkrankung nicht automatisch zu einer sogenannten Risikogruppe für eine Corona-Infektion und sind vom Robert Koch-Institut auch nicht darunter aufgeführt (Risikofaktoren nach Angaben des Robert Koch-Instituts). Prinzipiell ist allerdings Vorsicht geboten, wenn eine medikamentös nicht oder nicht gut eingestellte ausgeprägte Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion besteht, Schilddrüsenpatienten zur Behandlung der endokrinen Orbitopathie beim M. Basedow oder bei einer akuten Thyreoiditis Medikamente zur Immunsuppression (z.B. Kortison) einnehmen, Patienten aktuell unter einer Schilddrüsenkrebserkrankung leiden, oder zusätzliche Erkrankungen und/oder Risikofaktoren vorliegen (Risikofaktoren nach Angaben des Robert Koch-Instituts).

Unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln gibt es derzeit für Schilddrüsenpatienten keine darüber hinaus gehenden besonderen Einschränkungen. Das gilt auch für Schilddrüsensprechstunden, Schilddrüsenuntersuchungen oder Schilddrüsenoperationen.

AUTOR: Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren