Aktuelle Studie: Resultate nach Radiofrequenzablation gutartiger Schilddrüsenknoten

Bei der Radiofrequenzablation (RFA) werden Schilddrüsenknoten durch gezielte Hitzeeinwirkung zerstört. Bei einer aktuellen Rezension in einer chirurgischen Fachzeitschrift (Wächter et al) wird über die Ergebnisse einer amerikanischen Arbeitsgruppe bei der RFA von 233 gutartigen Schilddrüsenknoten berichtet (Kandil et al). Bei einer Komplikationsrate von 2,5 % (z. B. Stimmveränderungen, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, Hautverbrennungen) betrug die prozentuale Knotenverkleinerung nach 3 Monaten 54 %, nach 3 Monaten 58 %, nach 6 Monaten 73 % und nach 12 Monaten 76 %. Das Volumen der behandelten Knoten sank von einem medianen Ausgangswert von 4,17 Milliliter auf 0,39 Milliliter nach 12 Monaten. Alle Patienten mit lokalen Druckbeschwerden durch die Knoten hätten über eine Besserung berichtet. Die Studie zeige, dass die RFA eine sichere und effektive Behandlungsoption darstelle, wobei Langzeitergebnisse über Jahre hinweg noch nicht bekannt seien.

Deutsches Schilddruesenzentrum, Wissenswertes Behandlung Thermoablation 3

Quellen:
Wächter S, Bartsch DK: Effizienz und Sicherheit der Radiofrequenzablation benigner Schilddrüsenknoten. Chirurgie (2023) 94:268-269
Kandil E, Omar M, Aboueisha M: Efficiacy and safety of radiofrequency ablation of thyreoid nodules: a multi-institutional prospective cohort study. Ann Surg (2022) 276:589-596

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