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FAQ / Häufige Fragen

Hier finden sie aktuelle Fragen zum Thema Schilddrüse. Wenn Sie noch weitere Informationen zu diesem Thema wünschen, besuchen Sie auch unsere Facebook-Seite, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ja, denn Schilddrüsenhormone steuern unter anderem auch die Stoffwechselvorgänge des Gehirns. Schlechte Stimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder starke Depressionen können auch durch eine Schilddrüsenunterfunktion verstärkt oder sogar ausgelöst werden.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenunterfunktionen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Schilddrüse und Psyche finden Sie hier.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann in der Regel erfolgreich mit Thyroxin-Tabletten behandelt werden. Erfolgt allerdings kein adäquater medikamentöser Hormonersatz, hängen die Folgen  vom Ausmaß und der Dauer der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ab . Bei einer geringen Schilddrüsenunterfunktion merkt der Patient häufig gar nichts. Je ausgeprägter und  länger der Mangel an Schilddrüsenhormon ist, umso ausgeprägter werden die Symptome und Folgeschäden. Klassische Zeichen sind Antriebsarmut, Abstumpfung, Verlangsamung, Gewichtszunahme, stumpfes und strohiges Haar, Haarausfall, geschwollenes Gesicht, Verstopfung, Libidoverlust, depressive Verstimmung und Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Unbehandelt kann eine schwere Schilddrüsenunterfunktion auf Dauer sogar zum Tode führen.

Nicht unbedingt. Bei einigen Erkrankungen wie z.B. dem M. Basedow kann sich die Überfunktion im Verlauf wieder bessern, ansonsten kann eine Überfunktion prinzipiell durch eine OP, eine Radiojodtherapie oder bei Adenomen auch durch eine Thermoablation beseitigt werden. Manchmal muss man danach überhaupt keine Schilddrüsenmedikamente mehr einnehmen.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenüberfunktionen finden Sie hier.

T4 und T3 sind beides Schilddrüsenhormone, die in der Schilddrüse produziert und in das Blut abgegeben werden. T4 heißt korrekt Thyroxin und hat 4 Jodatome, T3 heißt korrekt Trijodthyronin und hat nur 3 Jodatome. T3 hat eine stärkere Wirksamkeit und eine kürzere Wirkdauer als T4. Bei Bedarf kann der Körper durch die Abspaltung eines Jodatoms T4 in das stärker wirksame, aber kurzlebigere T3 umwandeln.

Weitere Informationen zur Hormonproduktion der Schilddrüse finden Sie hier.

Insgesamt sind Frauen häufiger von einer Reihe ganz verschiedener Schilddrüsenerkrankungen und Funktionsstörungen betroffen. Im Vergleich zu Männern leiden sie sowohl häufiger an einer Über- als auch an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Auch bei Erkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis, dem M. Basedow oder beim Schilddrüsenkrebs liegt das weibliche Geschlecht vorne. Die genauen Ursachen sind bislang noch nicht abschließend geklärt. Man geht davon aus, dass das bei Frauen im Vergleich zu Männern viel kompliziertere und komplexere Hormonsystem auch anfälliger für Störungen ist und daraus das höhere Risiko für Schilddrüsenerkrankungen resultiert.

Bestimmte Medikamente wie z.B. Lithium zur Behandlung einer Depression oder Thyreostatica zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion können auch das Auftreten einer Struma (Schilddrüsenvergrößerung) fördern.

Weitere Informationen zu medikamentöser Therapie finden Sie hier.

Grundsätzlich nur nach Absprache mit dem Arzt z.B. zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion oder zur versuchsweisen Verkleinerung einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma) mit oder ohne Knoten. In der Regel wird eine Thyroxin-Tablette morgens auf nüchternen Magen etwa eine ½ Stunde vor dem Frühstück eingenommen. Nach Absprache mit dem Arzt sind auch andere Einnahmezeiten (z.B. abends) möglich.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenhormonen finden Sie hier.

Ja, für viele Schilddrüsenerkrankungen wird eine genetische Veranlagung vermutet, für einige Erkrankungen wie z.B. das familiäre medulläre Schilddrüsenkarzinom ist eine Vererbung eindeutig nachgewiesen.

Die wichtigste und häufigste Ursache ist ein schleichender Jodmangel. Der Körper versucht den Jodmangel und die drohende hormonelle Unterversorgung durch eine Vermehrung der hormonproduzierenden Schilddrüsen­zellen entgegenzuwirken, so dass es in der Schilddrüse schließlich zu einer Vergrößerung und zu einem Zellwachstum kommt.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenvergößerungen finden Sie hier.

Die Schilddrüse ist eine Hormon bildende Drüse. In ihr werden verschiedene Hormone synthetisiert, die ins Blut abgegeben werden und die dann die Funktionen vieler anderer Organsysteme regulieren. Unter dem eigentlichen Begriff „Schilddrüsenhormone“ werden vor allem die zwei wichtigsten Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) zusammengefasst. Beide haben einen Jodanteil. Das Thyroxin besitzt vier Jod-Atome (T4), das Trijodthyronin entsprechend nur drei (T3). Durch die Abspaltung eines Jod-Atoms kann im Körper aus dem weniger wirksamen, aber dafür langlebigeren T4 das kurzlebigere, aber wirkungsstärkere Hormon T3 gebildet werden.
Schilddrüsenhormone wirken vereinfacht ausgedrückt als Energielieferanten für viele Körperzellen und regulieren deren Funktion wie ein Gaspedal. Bei zu viel an Schilddrüsenhormonen im Blut (Hyperthyreose) arbeiten Körper und Seele entsprechend übertourig, bei zu wenig an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) untertourig.
Zusätzlich zu den eigentlichen Schilddrüsenhormonen T4 und T3 wird in der Schilddrüse von den sogenannten C-Zellen das Hormon Calcitonin gebildet. Calcitonin reguliert und senkt vor allem den Calciumspiegel im Blut und fördert den Einbau von Calcium in den Knochen. Krebse, die von diesen C-Zellen ausgehen, werden als C-Zell-Karzinom oder als medulläres Schilddrüsenkarzinom bezeichnet und werden häufig über eine krankhafte Erhöhung des Blutcalcitonin-Spiegels entdeckt.
 
Weitere Informationen zur Funktion der Schilddrüse finden Sie hier.

Die beste Vorbeugung ist eine gesunde und jodreiche Ernährung. Jod findet man beispielsweise in Seefisch, Meeresfrüchten und jodiertem Speisesalz. Absolute Sicherheit gibt es allerdings leider nicht.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenvergößerungen finden Sie hier.

Das hängt davon ab, ob und wie viel gesundes und funktionstüchtiges Schilddrüsengewebe nach einer OP im Körper zurückbleibt. Wird die Schilddrüse z.B. komplett entfernt, würde es ohne eine medikamentösen Hormonersatz durch eine Thyroxin-Tablette zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Bei einer guten und richtigen Nachbehandlung sollte es nach einer OP in keinem Fall zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenoperationen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenunterfunktionen finden Sie hier.

Ja, so kommt es zum Beispiel bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch den verlangsamten Stoffwechsel und abgesenkten Energieverbrauch zu einem Anstieg des Gesamtcholesterins und insbesondere des „bösen“ LDL-Cholesterins im Blut. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann es umgekehrt zu einem Abfall der Cholesterinwerte im Blut kommen.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenunterfunktionen finden Sie hier.

Das kommt auf die konkrete Schilddrüsenerkrankung an. Grundsätzlich können auch Schilddrüsenpatienten Blut und Blutplasma spenden, allerdings nicht wenn z.B. eine aktive Entzündung (z.B. Hashimoto) oder eine mit Thyreostatica behandelte Schilddrüsenüberfunktion besteht.

Der medizinische Name dieser Art von Schilddrüsenentzündung lautet „hypertrophe Autoimmunthyreoiditis“. Diese Krankheitsbild wurde erstmals 1912 vom Arzt Hakaru Hashimoto während seines Forschungsaufenthaltes in Deutschland beschrieben. Hashimoto beschrieb eine „Wucherung der lymphatischen Elemente sowie eine gewisse Veränderung des Parenchyms und des Interstitiums in Kombination mit einer Unterfunktion der Schilddrüse. Diese spezielle Form der Schilddrüsenentzündung wird zu Ehren des Erstbeschreibers weltweit als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet.

Weitere Informationen zur Hashimoto-Thyreoiditis finden Sie hier.

Morbus – abgekürzt M. – ist das lateinische Wort für Krankheit und Basedow ist der Nachnahme des deutschen Arztes Carl von Basedow, der im Jahre 1840 ein Krankheitsbild beschrieb, dass durch die Kombination von Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Exophthalmus (Glupschaugen) und Struma (Schilddrüsenvergrößerung) gekennzeichnet ist. Da Carl von Basedow aus Merseburg stammte, bezeichnet man diese typische Symptomkombination auch als „Merseburger Trias“. Im englischsprachigen Raum wird die Basedowsche Erkrankung nach dem dortigen Erstbeschreiber als „Graves‘ disease“ bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind „immunogene Hyperthyreose“ oder „Autoimmunhyperthyreose vom Typ Basedow“.

Weitere Informationen zum Morbus Basedow finden Sie hier.

Das kommt auf die konkrete Erkrankung an. Bei einer Schilddrüsenvergrößerung merkt der Patient am Anfang meist wenig. Räusperzwang oder ein Engegefühl am Hals, z.B. beim Tragen eines zugeknöpften Hemdes, einer Krawatte oder eines Rollkragenpullovers sind häufig erste Warnhinweise. Schließlich kann es zu Schluckstörungen oder Problemen beim Luftholen und Atmen kommen. Nicht selten sind Beulen am Hals oder beim M. Basedow auch Glupschaugen zu sehen. Darüber hinaus können Schilddrüsenfunktionsstörungen, also eine Hyperthyreose oder eine Hypothyreose, sehr viele weitere und zum Teil ganz unterschiedliche körperliche und seelische Beschwerden verursachen, bei denen häufig gar nicht an die Schilddrüse gedacht wird. Daher sollte im Zweifel bei vielen Symptomen und Beschwerden auch eine Abklärung der Schilddrüse erfolgen.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenerkrankungen finden Sie hier.