FAQ / Häufige Fragen

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Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sehr unterschiedliche Ursachen haben: Am häufigsten beruht Sie auf einer zu niedrigen Produktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse bei einer chronischen Hashimoto-Thyreoiditis. Neben anderen chronischen Entzündungen kann eine Hypothyreose auch durch einen chronischen Jodmangel oder eine zu niedrige Dosierung von Schilddrüsen-Tabletten (Thyroxin) nach einer Schilddrüsenoperation oder einer Radiojodtherapie verursacht werden.

Bei richtiger medikamentöser Behandlung hat eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) an sich keine wesentlichen negativen Auswirkungen. Bei guter medikamentöser Einstellung mit Thyroxin-Tabletten können die Patienten bis auf die täglich erforderliche Tabletteneinnahme ein normales Leben führen, gesunde Kinder bekommen und sehr alt werden.

Ja, denn Schilddrüsenhormone steuern unter anderem auch die Stoffwechselvorgänge des Gehirns. Schlechte Stimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder starke Depressionen können auch durch eine Schilddrüsenunterfunktion verstärkt oder sogar ausgelöst werden.

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Eine Schilddrüsenunterfunktion kann in der Regel erfolgreich mit Thyroxin-Tabletten behandelt werden. Erfolgt allerdings kein adäquater medikamentöser Hormonersatz, hängen die Folgen  vom Ausmaß und der Dauer der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ab . Bei einer geringen Schilddrüsenunterfunktion merkt der Patient häufig gar nichts. Je ausgeprägter und  länger der Mangel an Schilddrüsenhormon ist, umso ausgeprägter werden die Symptome und Folgeschäden. Klassische Zeichen sind Antriebsarmut, Abstumpfung, Verlangsamung, Gewichtszunahme, stumpfes und strohiges Haar, Haarausfall, geschwollenes Gesicht, Verstopfung, Libidoverlust, depressive Verstimmung und Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Unbehandelt kann eine schwere Schilddrüsenunterfunktion auf Dauer sogar zum Tode führen.

T4 und T3 sind beides Schilddrüsenhormone, die in der Schilddrüse produziert und in das Blut abgegeben werden. T4 heißt korrekt Thyroxin und hat 4 Jodatome, T3 heißt korrekt Trijodthyronin und hat nur 3 Jodatome. T3 hat eine stärkere Wirksamkeit und eine kürzere Wirkdauer als T4. Bei Bedarf kann der Körper durch die Abspaltung eines Jodatoms T4 in das stärker wirksame, aber kurzlebigere T3 umwandeln.

Weitere Informationen zur Hormonproduktion der Schilddrüse finden Sie hier.

Grundsätzlich nur nach Absprache mit dem Arzt z.B. zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion oder zur versuchsweisen Verkleinerung einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma) mit oder ohne Knoten. In der Regel wird eine Thyroxin-Tablette morgens auf nüchternen Magen etwa eine ½ Stunde vor dem Frühstück eingenommen. Nach Absprache mit dem Arzt sind auch andere Einnahmezeiten (z.B. abends) möglich.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenhormonen finden Sie hier.

Bestimmte Medikamente wie z.B. Lithium zur Behandlung einer Depression oder Thyreostatica zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion können auch das Auftreten einer Struma (Schilddrüsenvergrößerung) fördern.

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Wie jedes Medikament können auch Thyroxin-Tabletten bei falscher Dosierung schädlich sein. Grundsätzlich sind Thyroxin Tabletten allerdings sehr gut verträglich. Das Hormon wird rein chemisch hergestellt und hat aus pharmakologischen Gründen einen breiten therapeutischen Bereich. Bei einer Über- oder Unterdosierung von Thyroxin-Tabletten treten die gleichen Symptome auf wie bei einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion (Hyper- bzw. Hypothyreose). Da die entsprechenden Symptome manchmal unspezifisch sind und nicht immer an die Schilddrüse denken lassen, sollte unter einer Therapie mit Thyroxin-Tabletten grundsätzlich auch eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte im Blut erfolgen. Die erforderlichen Abstände für die Laborkontrollen hängen von verschieden Faktoren ab und sollten individuell mit dem Arzt besprochen und festgelegt werden. Mehr Infos zur medikamentösen Therapie bei Schilddrüsenerkrankungen finden Sie hier.

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann sehr unterschiedliche Ursachen haben: Am häufigsten beruht Sie auf einer zu hohen und unregulierten Produktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse, z.B. bei einem M. Basedow oder bei einer sogenannten Autonomie (gutartige Drüsenwucherung). Erhöhte Schilddrüsenwerte im Blut können aber auch durch die vermehrte Freisetzung von bereits in der Schilddrüse produzierten Schilddrüsenhormonen z.B. bei Entzündungen wie einem akutem Hashimoto oder einer De Quervain Thyreoiditis („Freisetzungshyperthyreose“), oder bei einer zu hohen Dosierung von Schilddrüsenhormon-Tabletten (Thyroxin) entstehen.

Nicht unbedingt. Bei einigen Erkrankungen wie z.B. dem M. Basedow kann sich die Überfunktion im Verlauf wieder bessern, ansonsten kann eine Überfunktion prinzipiell durch eine OP, eine Radiojodtherapie oder bei Adenomen auch durch eine Thermoablation beseitigt werden. Manchmal muss man danach überhaupt keine Schilddrüsenmedikamente mehr einnehmen.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenüberfunktionen finden Sie hier.

Insgesamt sind Frauen häufiger von einer Reihe ganz verschiedener Schilddrüsenerkrankungen und Funktionsstörungen betroffen. Im Vergleich zu Männern leiden sie sowohl häufiger an einer Über- als auch an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Auch bei Erkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis, dem M. Basedow oder beim Schilddrüsenkrebs liegt das weibliche Geschlecht vorne. Die genauen Ursachen sind bislang noch nicht abschließend geklärt. Man geht davon aus, dass das bei Frauen im Vergleich zu Männern viel kompliziertere und komplexere Hormonsystem auch anfälliger für Störungen ist und daraus das höhere Risiko für Schilddrüsenerkrankungen resultiert.

Ja, für viele Schilddrüsenerkrankungen wird eine genetische Veranlagung vermutet, für einige Erkrankungen wie z.B. das familiäre medulläre Schilddrüsenkarzinom ist eine Vererbung eindeutig nachgewiesen.

Die wichtigste und häufigste Ursache ist ein schleichender Jodmangel. Der Körper versucht den Jodmangel und die drohende hormonelle Unterversorgung durch eine Vermehrung der hormonproduzierenden Schilddrüsen­zellen entgegenzuwirken, so dass es in der Schilddrüse schließlich zu einer Vergrößerung und zu einem Zellwachstum kommt.

Weitere Informationen zu Schilddrüsenvergößerungen finden Sie hier.

Die Schilddrüse ist eine Hormon bildende Drüse. In ihr werden verschiedene Hormone synthetisiert, die ins Blut abgegeben werden und die dann die Funktionen vieler anderer Organsysteme regulieren. Unter dem eigentlichen Begriff „Schilddrüsenhormone“ werden vor allem die zwei wichtigsten Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) zusammengefasst. Beide haben einen Jodanteil. Das Thyroxin besitzt vier Jod-Atome (T4), das Trijodthyronin entsprechend nur drei (T3). Durch die Abspaltung eines Jod-Atoms kann im Körper aus dem weniger wirksamen, aber dafür langlebigeren T4 das kurzlebigere, aber wirkungsstärkere Hormon T3 gebildet werden.
Schilddrüsenhormone wirken vereinfacht ausgedrückt als Energielieferanten für viele Körperzellen und regulieren deren Funktion wie ein Gaspedal. Bei zu viel an Schilddrüsenhormonen im Blut (Hyperthyreose) arbeiten Körper und Seele entsprechend übertourig, bei zu wenig an Schilddrüsenhormonen (Hypothyreose) untertourig.
Zusätzlich zu den eigentlichen Schilddrüsenhormonen T4 und T3 wird in der Schilddrüse von den sogenannten C-Zellen das Hormon Calcitonin gebildet. Calcitonin reguliert und senkt vor allem den Calciumspiegel im Blut und fördert den Einbau von Calcium in den Knochen. Krebse, die von diesen C-Zellen ausgehen, werden als C-Zell-Karzinom oder als medulläres Schilddrüsenkarzinom bezeichnet und werden häufig über eine krankhafte Erhöhung des Blutcalcitonin-Spiegels entdeckt.
 
Weitere Informationen zur Funktion der Schilddrüse finden Sie hier.

Die beste Vorbeugung ist eine gesunde und jodreiche Ernährung. Jod findet man beispielsweise in Seefisch, Meeresfrüchten und jodiertem Speisesalz. Absolute Sicherheit gibt es allerdings leider nicht.

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In der Regel

Darüber hinaus können auch beim M. Basedow, bei der Autonomie sowie bei Knoten und Entzündungen gute Gründe für eine Schilddrüsenoperation bestehen.

Das hängt davon ab, ob und wie viel gesundes und funktionstüchtiges Schilddrüsengewebe nach einer OP im Körper zurückbleibt. Wird die Schilddrüse z.B. komplett entfernt, würde es ohne eine medikamentösen Hormonersatz durch eine Thyroxin-Tablette zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Bei einer guten und richtigen Nachbehandlung sollte es nach einer OP in keinem Fall zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen.

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Das ist ein verbreitetes Vorurteil und stammt wahrscheinlich aus grauen Vorzeiten, als nach einer Schilddrüsenoperation häufig noch keine richtige medikamentöse Nachbehandlung erfolgte. Denn wenn bei einer Schilddrüsen-OP sehr viel, oder sogar alles Schilddrüsengewebe entfernt wurde, kann es ohne eine medikamentösen Hormonersatz durch Thyroxin-Tabletten zu einer Schilddrüsenunterfunktion und nachfolgend zu einer Gewichtszunahme kommen. Heutzutage gibt es klare Empfehlungen zu postoperativen Kontrollen und zur richtigen Nachbehandlung. Dann hat eine Schilddrüsenoperation an sich keinen Einfluss auf das Körpergewicht und die Patienten werden deshalb auch nicht dick.

Das kann man nicht pauschal beantworten und hängt vom konkreten Befund, dem Behandlungsverlauf, dem Beruf des Patienten und nicht zuletzt auch von dessen Arbeitswillen ab. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach einer Schilddrüsen-OP wegen einer gutartigen Erkrankung liegt in einer Größenordnung von insgesamt etwa 2 Wochen, manche Patienten gehen aber auch schon 3 Tage nach der OP wieder arbeiten, bei den insgesamt seltenen Komplikationen oder bei Schilddrüsenkrebs kann die Arbeitsunfähigkeit auch schon mal viel länger dauern.

Das kann man nicht pauschal beantworten. Das kommt auf die genaue Art der Operation, den Verlauf, die hormonelle Einstellung und die Sportart an. Im Allgemeinen kann man sagen, dass man nach einer „normalen“ OP wegen einer gutartigen Schilddrüsenerkrankung bei gutem Verlauf etwa 14 Tage nach der OP wieder mit Breitensport (z.B. Joggen, Tennis, Radfahren) beginnen kann. Leistungssport sollte nur in Absprache mit dem Arzt betrieben werden. So war z.B. der Fußball-Profi und deutsche Nationalspieler Emre Can etwa 6 Wochen nach seiner Schilddrüsen-OP wieder voll belastbar und auf höchstem Niveau einsatzfähig.

Ja, so kommt es zum Beispiel bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch den verlangsamten Stoffwechsel und abgesenkten Energieverbrauch zu einem Anstieg des Gesamtcholesterins und insbesondere des „bösen“ LDL-Cholesterins im Blut. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann es umgekehrt zu einem Abfall der Cholesterinwerte im Blut kommen.

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Bioidente oder auch so genannte biologische oder natürliche Schilddrüsenhormone sind Hormonextrakte, die aus tierischen Schilddrüsen (meist vom Schwein oder Rind) gewonnen werden (Internationaler Fachausdruck: DTE = Desiccated Thyroid Extract = getrockneter Schilddrüsenextrakt). DTE enthalten prinzipiell alle in der Schilddrüse gebildeten Hormone, also Thyroxin, Tri-, Di- und Mono-Jodthyronin, Thyronamine und Calcitonin in einem natürlichen Mischungsverhältnis und werden auch zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beim Menschen eingesetzt. Diese Therapie ist unter Experten umstritten. Befürworter einer Therapie mit bioidenten Schilddrüsenhormonen sehen in dem natürlichen Mischungsverhältnis der verschiedenen Schilddrüsenhormone einen Vorteil im Vergleich zur Standard-Therapie mit synthetischem Thyroxin, Gegner verweisen auf die nicht immer exakt bestimmbaren und mitunter schwankenden Konzentrationen der einzelnen Hormonanteile, fehlende wissenschaftliche Langzeitstudien und nicht zuletzt auch auf die vergleichsweise viel höheren Kosten.

Das kommt auf die konkrete Schilddrüsenerkrankung an. Grundsätzlich können auch Schilddrüsenpatienten Blut und Blutplasma spenden, allerdings nicht wenn z.B. eine aktive Entzündung (z.B. Hashimoto) oder eine mit Thyreostatica behandelte Schilddrüsenüberfunktion besteht.

Der medizinische Name dieser Art von Schilddrüsenentzündung lautet „hypertrophe Autoimmunthyreoiditis“. Diese Krankheitsbild wurde erstmals 1912 vom Arzt Hakaru Hashimoto während seines Forschungsaufenthaltes in Deutschland beschrieben. Hashimoto beschrieb eine „Wucherung der lymphatischen Elemente sowie eine gewisse Veränderung des Parenchyms und des Interstitiums in Kombination mit einer Unterfunktion der Schilddrüse. Diese spezielle Form der Schilddrüsenentzündung wird zu Ehren des Erstbeschreibers weltweit als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet.

Weitere Informationen zur Hashimoto-Thyreoiditis finden Sie hier.

Morbus – abgekürzt M. – ist das lateinische Wort für Krankheit und Basedow ist der Nachnahme des deutschen Arztes Carl von Basedow, der im Jahre 1840 ein Krankheitsbild beschrieb, dass durch die Kombination von Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Exophthalmus (Glupschaugen) und Struma (Schilddrüsenvergrößerung) gekennzeichnet ist. Da Carl von Basedow aus Merseburg stammte, bezeichnet man diese typische Symptomkombination auch als „Merseburger Trias“. Im englischsprachigen Raum wird die Basedowsche Erkrankung nach dem dortigen Erstbeschreiber als „Graves‘ disease“ bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind „immunogene Hyperthyreose“ oder „Autoimmunhyperthyreose vom Typ Basedow“.

Weitere Informationen zum Morbus Basedow finden Sie hier.

Grundsätzlich kann man nach einer Radiojodtherapie normal schwanger werden und auch gesunde Kinder bekommen. Die bei einer Radiojodtherapie verabreichte Radioaktivität kann allerdings schädigende Effekte auf die Eierstöcke oder Hoden haben, so dass nach einer Radiojodtherapie in Abhängigkeit von der verabreichten Strahlendosis sicherheitshalber in der Regel eine Verhütung von 6 bis 12 Monaten empfohlen wird. Bei sehr hohen radioaktiven Dosen, z.B. bei der mehrfachen Behandlungen fortgeschrittener jodsensibler Schilddrüsenkrebse, ist vor Therapiebeginn auch eine Eizellen- oder Spermakonservierung möglich. Das im Einzelfall sinnvollste Konzept und die Dauer der Verhütung sollte immer konkret mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Das kommt auf die konkrete Erkrankung an. Bei einer Schilddrüsenvergrößerung merkt der Patient am Anfang meist wenig. Räusperzwang oder ein Engegefühl am Hals, z.B. beim Tragen eines zugeknöpften Hemdes, einer Krawatte oder eines Rollkragenpullovers sind häufig erste Warnhinweise. Schließlich kann es zu Schluckstörungen oder Problemen beim Luftholen und Atmen kommen. Nicht selten sind Beulen am Hals oder beim M. Basedow auch Glupschaugen zu sehen. Darüber hinaus können Schilddrüsenfunktionsstörungen, also eine Hyperthyreose oder eine Hypothyreose, sehr viele weitere und zum Teil ganz unterschiedliche körperliche und seelische Beschwerden verursachen, bei denen häufig gar nicht an die Schilddrüse gedacht wird. Daher sollte im Zweifel bei vielen Symptomen und Beschwerden auch eine Abklärung der Schilddrüse erfolgen.

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Bei einer Kernspaltung fällt unter anderem radioaktives Jod 131 an. Dieses radioaktive Jod wird wie normales Jod über die Luft oder den Nahrungsweg vom Körper aufgenommen, fast ausschließlich in die Schilddrüsenzellen transportiert und verursacht dort durch seine sogenannte Betastrahlung je nach Dosis unterschiedliche Zellschäden. Therapeutisch wird das bei einer Radiojodtherapie genutzt, um z.B. überfunktionierende und zu viel Schilddrüsenhormon produzierende Schilddrüsenzellen oder jodsensible Schilddrüsenkrebszellen zu schädigen bzw. zu zerstören. Bei einer sehr hohen Dosis wie z.B. bei einem atomaren Reaktorunfall, kann es zu schwerwiegenden Zellschädigungen und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu einem erheblich gesteigerten Risiko für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs kommen.