Aktuelle Studie: Unterschiedliche Sterblichkeitsraten nach Therapie der Hyperthyreose mit Medikamenten, radioaktivem Jod oder OP

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann mit Medikamenten (Thyreostatika), durch eine Radiojodtherapie oder durch eine Operation behandelt werden. Eine internationale Forschergruppe ging der Frage nach, wie sich diese Behandlungen im Langzeitverlauf auf die allgemeine, die herz-kreislauf- und die krebsbedingte Sterblichkeit der behandelten Patienten auswirken. Hierzu erfolgte eine systematische Analyse publizierter wissenschaftlicher Studien unter Einschluss von insgesamt 192.208 Patienten (Thyreostatika n = 142.622, Radiojod n = 1 9.303, OP n = 10.360 Patienten). Bei der komplexen statistischen Analyse zeigte sich, dass die allgemeine Sterblichkeitsrate nach einer OP um 32% niedriger lag als nach Radiojod und um 22% niedriger als nach Thyreostatika, die herz-kreislaufbedingte Sterblichkeit war nach einer OP um 45% geringer als nach Radiojod und um 57% geringer als nach Thyreostatika. Dagegen hatte die Art der durchgeführten Behandlung keinen Einfluss auf die krebsbedingte Sterblichkeit. Nach Ansicht der Forscher sollten diese Ergebnisse allerdings mit Vorsicht interpretiert werden, da es z.B. bei der Auswahl der jeweils durchgeführten Behandlung zu Selektionsverzerrungen gekommen sein könnte.

Quelle: Peng CC, Spiegel BR, Flynn D et al (2025): Mortality Risks Associated with Antithyroid Drugs, Radioactive Iodine, and Surgery for Hyperthyroidism: A Systematic Review and Network Meta-Analysis. Thyroid, 35(10):1099-107, https://doi.org/10.1177/1050725625137

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