Startseite Aktuelles Aktuelle Studie: Stimmbandnervenmonitoring bei Schilddrüsenoperationen
Aufgrund der engen Nachbarschaft von Schilddrüse und Stimmbandnerven besteht bei einer Schilddrüsenoperation grundsätzlich das Risiko für eine Schädigung der Stimmbandnerven mit der Folge einer Stimmbandlähmung (Recurrensparese). Zur besseren Darstellung und Schonung der Stimmbandnerven wird bei Schilddrüsenoperationen das Neuromonitoring eingesetzt. Hierbei werden die Stimmbandnerven mit einem minimalen Stromstoß gereizt und die Reizantwort des Stimmbandmuskels während der Operation über den Beatmungsschlauch kontrolliert. Dies kann selektiv bei bestimmten Operationsschritten oder kontinuierlich durch Anbringen einer Stimulationssonde an den Hauptnerv erfolgen. In der Fachzeitschrift „Die Chirurgie“ wird über eine kontrollierte klinische Vergleichsstudie unter Einschluss von 264 Patienten berichtet. Danach zeigten sowohl das intermittierende als auch das kontinuierliche Neuromonitoring bei kompletten Schilddrüsenentfernungen vergleichbar exzellente Ergebnisse mit nur etwa 1% an zeitweisen Stimmbandlähmungen, die sich alle innerhalb von 6 Monaten komplett zurückgebildet hätten.
Quelle: Kvirkvelia N, Bartsch D.K. (2026): Klinische Validierung intermittierendes (NerveTrendTM) vs. kontinuierliches Neuromonitoring (NerveAssureTM) bei der Thyreoidektomie. Chirurgie 97:56–57
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