Dr. med. Timm Dauelsberg

Winkelwaldklinik Nordrach Fachklinik für onkologische Rehabilitation  

    Beschreibung

    Die Behandlung von Patientinnen mit und nach Schilddrüsenkrebserkrankungen ist ein Schwerpunkt der Winkelwald-Klinik.

    Wir behandeln rehabilitativ die meisten Schilddrüsenkrebs-Patienten/-innen in Deutschland, haben große Erfahrung im Umgang und im Management von Folgestörungen von Operation, Radiojodtherapie und anderen Therapieformen, und bieten ein entsprechendes ärztliches und psychologisches Gruppenangebot speziell dafür an.

    Die Winkelwaldklinik hat eine lange Tradition als Klinik in Familienbesitz. Seit fast 50 Jahren besteht der Schwerpunkt „Onkologische Rehabilitation“ Eine Vielzahl qualifizierter und motivierter Mitarbeiter/-innen ermöglicht in gemeinsamer Anstrengung für die Patienten/-innen eine Rehabilitationsmaßnahme mit besonderer Herzlichkeit und individueller Zuwendung. Flache Hierarchien, ausgeprägte Interdisziplinarität und Teamgeist sind für die Patienten spürbar gelebte Werte. Die resultierende Zufriedenheit der Patienten/-innen spiegelt sich in den Ergebnissen von Patientenbefragungen und Klinikbewertungen im Internet wieder.

    Kontakt
    Behandlungsschwerpunkte

    Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen erfolgen für Patienten mit folgenden Krebserkrankungen:

    • Schilddrüsenkrebs
    • Brustkrebs
    • alle gynäkologische Krebserkrankungen
    • Krebserkrankungen des Blutes und des Lymphystems (Leukämien und Lymphome)

    Diagnostische Leistungen

    FOLGENDE INTERNISTISCH-DIAGNOSTISCHE VERFAHREN WERDEN BEI UNS DURCHGEFÜHRT:
    Klinisch-chemisches Labor für Routine- und Notfalldiagnostik, Sonographie, farbkodierte Duplexsonographie (Abdomen, Thorax, Schilddrüse, Weichteile, gynäkologische und urologische Endosonographie), Echokardiographie, Lungenfunktionsprüfung, Elektrokardiographie, Elektrokardiographie mit Überwachungsmöglichkeiten (Monitor), Belastungs-EKG (auch zur Leistungsdiagnostik), 24-Stunden-EKG, 24- Std. Blutdruckmessung, Bio-Feedback-Messung i. R. d. Inkontinenzdiagnostik und –therapie, Uroflow-Messung

    GYNÄKOLOGISCHE DIAGNOSTIK
    Folgende gynäkologisch-diagnostische Verfahren werden bei uns durchgeführt: Gynäkologische Untersuchung, Endosonographie, Mammasonographie

    PSYCHOLOGISCHES EINGANGSSCREENING
    Zur Erfassung von Fatigue, Depression und Angst sowie psychischer Komorbidität werden als Assessementverfahren standardisierte Tests und Fragebögen eingesetzt: Fatigue-Fragebogen, BDI, HADS.

    FOLGENDE ASSESSEMENTS WERDEN BEI UNS DURCHGEFÜHRT:
    Barthel-Index, Karnofsky-Index, ECOG, Schmerzskala, Timed-Up-and-Go-Test, Arm-/Bein-Umfang (bei Lymphödem), Bewegungsausmaß des Schultergelenks nach Axilladissektion

    DIAGNOSTIK ZUR MEDIZINISCH BERUFLICH ORIENTIERTEN REHABILITATION:
    Im Vorfeld der Rehabilitationsmaßnahme wird allen Pat. ein Fragebogen zugeschickt, die Fragen umfassen auch die berufliche Situation, integriert ist ein Screening-Instrument zur Erfassung und Beschreibung arbeits- und berufsbezogener Problemlagen (SIBAR).

    Therapeutische Leistungen

    ERGOTHERAPIE
    Ziel der Ergotherapie ist, durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen dem/der Patienten/-in eine größtmögliche Handlungskompetenz und Selbständigkeit im beruflichen wie privaten Alltag zu ermöglichen:
    motorisch-funktionelle Ergotherapie, sensorisch-perzeptive Behandlungen, neuro-psychologisches Training, sensomotorische Training bei Patienten mit Chemotherapie-assoziierten Polyneuropathien, Gedächtnistraining bei Patienten nach Chemotherapie oder Radiatio (mit Störungen von Konzentration, Konzentrationsausdauer, Aufmerksamkeit und Schwierigkeiten bei der Bewältigung komplexer Aufgaben), Arbeitsplatzberatung, Arbeitsplatztraining

    ERNÄHRUNGSBERATUNG
    Krebserkrankungen können durch eine gesundheitsgerechte Ernährung positiv beeinflusst werden. Ernährungsberatung und Diätetik sind daher wichtige Bestandteile der onkologischen Rehabilitation. Die konkrete Erfahrung mit einem gesunden vollwertigen Essen kann eine günstige Voraussetzung zur Umstellung des Ernährungsverhaltens sein. Grundlegende Kenntnisse für eine gesunde Ernährung werden im Rahmen der Programme zur Information, Motivation und Schulung vermittelt:
    Ernährungsberatung, Schulung nach Eingriffen am Magen-Darmtrakt, gezielte Ernährungstherapie, adaptierte Kostformen, individuellen Diätschulungen. Informationen zum Thema Ernährung, Vorträge, Beratung über gesunde Lebensführung

    LOGOPÄDIE
    Sprechstörungen, Stimmstörungen und Schluckstörungen sind häufige Folgestörungen nach Operation und Radiojodtherapie eines Schilddrüsenkarzinoms:
    Stimmtherapie, Körperwahrnehmung und Körperhaltung, Therapiebereich Atmung, Therapiebereich Stimme und Artikulation, Therapiebereich Persönlichkeit, Therapiebereich Transfer

    KUNSTTHERAPIE
    Kunsttherapie bietet sich als unterstützendes Angebot der Psychoonkologie an, das den Patienten/-innen bei der Krankheitsbewältigung und der Umstellung auf die veränderte Lebenssituation Hilfestellung leistet. In der onkologischen Rehabilitation kann das Gestalten eines Bildes, einer Skulptur und das damit verbundene Auswählen des Materials und das Ringen um eine Form ein erster Schritt zu einer aktiven Krankheitsbewältigung sein, die im multimodalen Konzept des Therapieangebotes ergänzt und vertieft werden kann.

    PHYSIOTHERAPIE
    Die Physiotherapie (Krankengymnastik) wird auf die jeweilige aktuelle Symptomatik und Leistungsfähigkeit der Rehabilitanden ausgerichtet und dient der Anregung bzw. Förderung gestörter physiologischer Funktionen. Auch kann es erforderlich sein, ggf. mit Unterstützung von Hilfsmitteln, Ersatzfunktionen zu erarbeiten. Dazu werden aktive und passive Bewegungsübungen sowie Funktionstraining auf neurophysiologischer Grundlage eingesetzt. Die Patiente/innen werden geschult, damit erforderliche Übungselemente auch zu Hause fortgeführt werden können: Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Konservative Schmerzbehandlungen, Atemtherapie. Aquafitness, Wassergymnastik als Einzeltherapie, Entspannungstherapien, Bindegewebsmassage, Medizinische Trainingstherapie, Beckenbodentherapie, Spezielles Schließmuskeltraining bei Prostatakrebserkrankungen, Cotrainer-Einweisungen (Stimulations- und Biofeedbackgeräte zur Verbesserung der Kontinenz), Biofeedbackmessungen

    SPORTTHERAPIE
    Frühsport, Aquafitness, Atemtraining, Atemtherapie, Beckenbodentraining, gesunde Beine, Morgen-Fit, MTT-Ausdauer, MTT-Kraft, Nordic Walking, Pilates, Qi Gong, Rückenfit, Schulter-Arm-Fitness, Sitzymnastik, Steppaerobic, Taiji Bailong Ball (TBB), Yoga, Zumba

    PHYSIKALISCHE THERAPIE
    Physikalische Therapien wie z. B. Massagen, Packungen und Bäder wirken vor-wiegend entspannend und lockernd. Sie können zur Schmerzlinderung sowie zur Einleitung einer aktiven Therapie dienen. Speziell hydrotherapeutische Maßnahmen können durch adaptative Effekte auch zu einer allgemeinen Stabilisierung von Körperfunktionen beitragen. Die Massage wirkt je nach Durchführung tonisierend oder detonisierend und wird zur Durchblutungs-verbesserung, Entstauung sowie zur lokalen Muskelrelaxation eingesetzt. Ein wesentlicher Aspekt der Physiotherapie und der Physikalischen Therapie ist auch die Förderung einer differenzierten Selbstwahrnehmung und das Erleben eines positiven Körpergefühls, auch unter Bedingungen einer Erkrankung oder Behinderung:
    Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Klassische Massage, Bindegewebsmassage je nach Indikation Therapieverfahren aus den Bereichen der Thermotherapie, Balneo, Hydro- sowie Elektrotherapie

    PSYCHOLOGIE/PSYCHOLONKOLOGIE
    Viele Patienten/-innen erleben die Diagnose als schweren Schock, verbunden mit Gefühlen von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Kontrollverlust. Die Psychoonkologie richtet ihren Blick auf die Befindlichkeit des krebskranken Patienten in seiner jeweiligen Lebenssituation. Daraus kann sie ein Verständnis entwickeln für die individuelle Reaktion auf Diagnose, Behandlung und Krankheitsverlauf:
    Psychologische Einzelbehandlung, Krisenintervention, Paarberatung, Gesprächsgruppe Brustkrebspatientinnen (Teil des Brustkrebscurriculums), Gesprächsgruppe für Schilddrüsenkrebspatienten/-innen, Gesprächsgruppe für krebskranke Eltern, Seminar „Umgang mit Stress“, Seminar „Umgang mit Angst“, Seminar Fatigue-Syndrom, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Schlafseminar

    REHA-PFLEGE
    Die Pflege in der onkologischen Rehabilitation ist darauf ausgerichtet, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Rehabilitanden unter Berücksichtigung ihrer individuellen Ressourcen und den Gegebenheiten ihrer Umwelt zu fördern. Ausgangspunkte sind dabei die gezielte Beobachtung in Bezug auf die Aktivitäten des täglichen Lebens sowie kontinuierliche Gesprächskontakte. Wichtiges Element der Pflege ist auch die Motivierung und Unterstützung der Rehabilitanden im Umgang mit ihrer Erkrankung im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe:

    Schulungen: Umgang mit Hilfsmitteln, Blutzuckerselbstmessung, Durchführung der Insulintherapie, Durchführung der Misteltherapie, Thromboseprophylaxe, Anlegen von Verbänden, Blutdruckselbstmessung, Führung von Schmerzprotokollen und -tagebüchern usw. Die Pflege bietet im Sinne eines ganzheitlichen Krankheits- und Gesundheitsverständnisses in Absprache mit dem ärztlichen Dienst Heiltees, therapeutische Wickel und Auflagen sowie Aromatherapie an.

    SOZIALDIENST
    Ziel sozialarbeiterischen Handelns und Beratens in der Winkelwaldklinik ist die Hilfe bei der Orientierung in Beruf, Familie und sozialer Umwelt nach und mit einer Krebserkrankung:
    Beratung über und Beantragung von ambulanter häuslicher Versorgung, Sozialrechtliche Beratung, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben/stufenweise Wiedereingliederung, Psychosoziale Betreuung. Vorträge der klinischen Sozialarbeit: Soziale Fragen bei Tumorerkrankungen, Seminar „berufliche Wiedereingliederung“, Gruppe Schwerbehindertenausweis

    Besondere Angebote

    SCHILDDRÜSENKREBS ALS BEHANDLUNGSSCHWERPUNKT
    Kompetente Beratung, ärztliche und psychologische spezialisierte Gruppenangebote

    MITNAHME VON KINDERN IM ALTER VON 0-12 JAHREN
    Die Winkelwaldklinik bietet die Möglichkeit der Mitnahme von Kindern bis zu zwölf Jahren dar. Sie werden während des Rehabilitationsaufenthaltes eines Elternteils im Kinderhaus betreut, es besteht die Möglichkeit zum Schulbesuch aller Schulformen an kooperierenden Schulen (innerhalb der Baden-Württembergischen Schulzeiten).

    MITNAHME VON HAUSTIEREN ZUR REHABILITATIONSMASSNAHME
    In der Winkelwaldklinik können Haustiere mitgebracht werden. Die Aufnahme von Patienten/-innen und Haustieren erfolgt in einem gesondert stehenden Haus in einem Zimmer/Appartement. Wir sind bundesweit die einzige onkologische Rehabilitationseinrichtung mit diesem Angebot.

    OFFENE MEDIZIN, INTEGRATIVE MEDIZIN
    Medizinische Grundlage der Behandlung sind die exakte Erfassung von Diagnose, Therapie und Nachsorgestand basierend auf moderner universitärer Krebsmedizin und den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und den einzelnen Fachgesellschaften. Daneben sind wir offen für andere Denk- und Therapieansätze. Auch im Bereich der naturheilkundlichen Medizin beraten und behandeln wir fachlich kompetent.

    Anfahrt
    Beruflicher Werdegang

    01/96-05/04 breite internistische, onkologische, rehabilitative und naturheilkundliche Ausbildung am Klinikum Offenburg, Städtischen Klinikum Karlsruhe und an der Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    07/04-08/05 Oberarzt an der Bircher Klinik Susenberg, Zürich. Verantwortlich für den gesamten Bereich Onkologie. Aufbau einer Abteilung für onkologische Rehabilitation und palliative Onkologie
    09/05-10/12 Chefarzt der Klinik für Onkologische Rehabilitation, REHA-ZENTRUM Am Meer, Bad Zwischenahn. Aufbau der onkologischen Abteilung
    seit 10/12 Ärztlicher Direktor Winkelwaldklinik Nordrach, Chefarzt Fachklinik für onkologische Rehabilitation

    Qualifikationen

    Facharzt für Innere Medizin
    Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie
    Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
    Zusatzbezeichnung Rehabilitationswesen

    Veröffentlichungen in medizinischen Fachzeitschriften & Büchern

    • Rehabilitation von Patienten mit Prostatakarzinom. Ein multidisziplinärer Konsens Rick O; Böckmann J; Dauelsberg T; Hoffmann W; Kämpfer W; Otto U; Rogge A; Zermann D; Der Urologe, Ausgabe 7/2016
    • Standard für die Rehabilitation von Patienten mit Prostatakarzinom - ein multidisziplinärer Konsens; Rick O; Böckmann J; Dauelsberg T; Hoffmann W; Kämpfer W; Otto U; Rogge A; Zermann D; GMS Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin; VOL: 4; DOC02 /20150701/
    • Reintegrating Cancer Patients Into the Workplace; Rick O, Kalusche EM, Dauelsberg T, König V, Korsukéwitz C, Seifart U.
      Dtsch Arztebl Int. 2012 Oct;109(42):702-8. doi: 10.3238/arztebl.2012.0702. Epub 2012 Oct 19. Review.
    • Rehabilitation funktioneller Probleme nach Therapie onkologischer Erkrankungen im Abdomial- und Beckenbereich; Zerrmann, D.-H., Beinert, T., Dauelsberg, T., Hoffmann, W.; Der Onkologe 10/2011
    • Sport und Bewegung in der onkologischen Rehabilitation; U. Seifart, C.Lotze, T. Dauelsberg; Der Onkologe Ausgabe 10/2011

    Medizinische Vorträge

    • DEUTSCHER KREBSKONGRESS 2018, 21.02.2018
      Sozialmedizinische Aspekte nach thorax- und bauchchirurgischen Eingriffen:
      Haben thorax- und bauchchirurgische Eingriffe Auswirkungen auf die sozialmedizinische Beurteilung?
      Dauelsberg, Timm, Dr. (Nordrach)
    • DEUTSCHER KREBSKONGRESS 2018, 24.02.2018
      State of the Art: Zukunft der onkologischen Rehabilitation
      Welche Patienten gehen in eine onkologische Rehabilitation und welche nicht – Motivationen und Hindernisse
      Dauelsberg, Timm, Dr. (Nordrach)
    • BRUSTZENTRUM SÜDBADEN, INFORMATIONSTAG BRUSTKREBS, 11.11.2017
      Schulmedizin und Naturheilkunde im Dialog
      Dr. med. Timm Dauelsberg
    • ONKOLOGISCHES ZENTRUM ORTENAU, 5. LAHRER PATIENTENTAG FÜR KREBSPATIENTEN UND ANGEHÖRIGE, 05.10.2017
      Moderation Dr. Timm Dauelsberg
    • DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HÄMATOLOGIE UND MEDIZINISCHE ONKOLOGIE, JAHRESTAGUNG 2017, 30.09.2017
      Was kann Reha leisten (und was nicht)? Optimale Nutzung und Fehlvorstellungen von Reha Timm Dauelsberg, Nordrach, D
    • BRUSTZENTRUM SÜDBADEN, WEITERBILDUNGSSYMPOSIUM 05.07.2017
      Vitamin D: Mythos oder Fakten
      Dr. med. Timm Dauelsberg
    • GESUNDHEITSMESSE FREIBURG, 29. UND 30.04.2017
      Sport und Krebs
      Dr. med. Timm Dauelsberg
    • ASORS-JAHRESKONGRESS, MÜNCHEN, 31.03.2017
      Medizinische Rehabilitation: Anspruch und Wirklichkeit
      Dr. med. Timm Dauelsberg