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Bei etwa jedem 3. Einwohner Deutschlands können krankhafte Veränderungen seiner Schilddrüse festgestellt werden. Das Spektrum möglicher Erkrankungen und Symptome ist äußerst vielseitig. Wir bieten Ihnen zahlreiche Informationen und Hilfen rund um die Schilddrüse.

Wissenswertes

Kompetenz & Kooperation

Für den Behandlungserfolg ist nicht nur die Kompetenz des einzelnen Arztes, sondern auch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Facharztdisziplinen entscheidend. Wir fördern deutschlandweit den Aufbau spezialisierter Schilddrüsenzentren.

Wir über uns

Qualität ist messbar

Wir bieten Ärzten und Kliniken Instrumente zur Qualitätsmessung. Alle von unseren Mitgliedern durchgeführten Schilddrüsenoperationen werden standardisiert erfasst und analysiert. So können wir eine hohe Behandlungsqualität sicherstellen.

Wir über uns

Welcher Arzt ist der richtige?

Schilddrüsenerkrankungen und deren Folgen werden von Ärzten ganz unterschiedlicher Fachrichtungen behandelt. Neben Informationen zu den Betätigungsfeldern der einzelnen Disziplinen bieten wir Hilfe bei der Facharzt- und Kliniksuche.

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Operation - ja oder nein?

Für viele Schilddrüsenerkrankungen stellt ein operativer Eingriff die effektivste oder sogar einzige Behandlungsmöglichkeit dar. Neben unserer Internetseite gibt der Patientenratgeber „Schilddrüsenoperation“ von Prof. Hans Udo Zieren einen informativen Einblick ins Thema.

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ÜBERFUNKTION DER NEBENSCHILDDRÜSE

Es gibt verschiedene Erkrankungen der Nebenschilddrüsen. Ein chirurgischer Eingriff wird am häufigsten wegen einer Nebenschilddrüsenüberfunktion (Hyperparathyreoidismus) durchgeführt.
Beim Hyperparathyreoidismus (HPT) ist der Parathormonspiegel und in der Regel auch der Kalziumspiegel im Blut erhöht. In diesem Fall kommt es zu einem vermehrten Abbau von Kalk aus den Knochen und zur unerwünschten Einlagerung von Kalk in anderen Geweben.

Unbehandelt führt die Erkrankung auf Dauer zu:

  • Deformierungen und Brüchen von Knochen
  • schmerzhaften Kalkablagerungen in Muskeln und Gelenken
  • einer vermehrten Bildung von Nieren- und Gallensteinen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • seelischen Veränderungen
  • verminderter körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit

Es werden verschiedene Formen des Hyperparathyreoidismus unterschieden:
Primärer Hyperparathyreoidismus (pHPT):
Beim primären Hyperparathyreoidismus (pHPT) liegt die Ursache der Parathormonüberproduktion ausschließlich in den Nebenschilddrüsen selbst. Es handelt sich entweder um einen hormonproduzierenden (gutartigen) Tumor (Adenom) oder um eine funktionelle Überproduktion (Hyperplasie). Nebenschilddrüsenkrebse sind extrem selten.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus (sHPT):

Beim sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) liegt die Ursache der Parathormonüberproduktion primär in einer Erkrankung anderer Organe begründet. Am häufigsten liegt eine Nierenerkrankung vor. Hierdurch kann es zu einem Verlust an Phosphat und zu einer verminderten Vitamin-D-Produktion kommen. Über verschiedene Mechanismen versucht der Körper, diese Missstände auszugleichen. Unter anderem auch durch eine vermehrte Parathormonproduktion. In der Regel produzieren dann alle Nebenschilddrüsen zu viel Parathormon und vergrößern sich (Hyperplasie).

Tertiärer Hyperparathyreoidismus (tHPT):
Vom tertiären Hyperparathyreoidismus (tHPT) sprechen wir, wenn es beim sekundären Hyperparathyreoidismus zusätzlich zu einem hormonproduzierenden Adenom kommt. Es handelt sich hierbei um eine Kombination von primärer und sekundärer Form.

Unterfunktion der Nebenschilddrüsen

Die mit Abstand häufigste und wichtigste Ursache für eine Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus) ist die Schädigung der Nebenschilddrüsen durch einen operativen Eingriff in dieser Region, z.B. bei einer Schilddrüsenoperation.

Die Unterfunktion wird zunächst durch die medikamentöse Gabe von Calcium- und Vitamin-D-Präparaten behandelt. Besteht noch eine Restproduktion von körpereigenem Parathormon, wird versucht, die Calciumzufuhr schrittweise zu reduzieren, um so das verbliebene Nebenschilddrüsengewebe zu einer vermehrten Parathormonroduktion anzuregen.

Beim dauerhaften (persistierenden) Hypoparathyreoidismus ist in der Regel auch eine dauerhafte Cacium- und/oder Vitamin-Gabe erforderlich. Neuere Behandlungsansätze, wie z.B. die Gabe von künstlichem Parathormon oder die Transplantation von Zellkulturen aus Nebenschilddrüsengewebe, werden zur Zeit wissenschaftlich untersucht. Sie sind wegen vieler ungelöster Probleme und Nachteile derzeit jedoch noch nicht Standard.